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Annika Schlicht

Die deutsche Mezzosopranistin Annika Schlicht wurde in Stuttgart geboren und studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Renate Faltin.

Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Annika Schlicht Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und sang dort bereits unter anderem Rollen wie Hänsel (HÄNSEL UND GRETEL), Olga (EUGEN ONEGIN), Dorabella (COSI FAN TUTTE), Maddalena (RIGOLETTO), Auntie (PETER GRIMES), Försterin (DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN), 1. Magd (ELEKTRA), Page (SALOME), Flosshilde (DAS RHEINGOLD und GÖTTERDÄMMERUNG), Siegrune (WALKÜRE), Contessa di Coigny (ANDREA CHENIER), Mercédès (CARMEN), Princesse Clarisse (LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN) und Schenkwirtin (BORIS GODUNOW). In der sehr erfolgreichen Uraufführung von Aribert Reimanns Oper L’INVISIBLE an der Deutschen Oper Berlin 2017/2018 sang sie die Partien der Marthe und Bellangère.

Jüngste Gastengagements führten sie nach München an die Bayerische Staatsoper und an die Opera Bastille nach Paris als zweite Dame in DIE ZAUBERFLÖTE sowie nach Dresden an die Semperoper und die Berliner Staatsoper als Page in SALOME. Großen Anklang fand auch ihre Auntie in PETER GRIMES beim Internationalen Bergen Festival.

Noch während ihres Studiums wurde Annika Schlicht als Stipendiatin der Liz-Mohn Kultur Stiftung in das Internationale Opernstudio der Staatsoper Berlin engagiert und debütierte in den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 als Flosshilde (REIN GOLD von Elfriede Jelinek), Dryade (ARIADNE AUF NAXOS), 2. Dame (DIE ZAUBERFLÖTE), Blumenmädchen, Knappe und Stimme aus der Höhe (PARSIFAL), Annina (LA TRAVIATA), Paquette (CANDIDE), Judy (PUNCH AND JUDY von Harrison Birtwistle) und Stiefmutter (ASCHENPUTTEL von Wolf-Ferrari).

Meisterklassen von Julia Varady und KS Dietrich Fischer-Dieskau, KS Brigitte Fassbaender, KS Deborah Polaski und Patricia McCaffrey prägten die Sängerin zudem maßgeblich. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und gewann in ihrem Studium zahlreiche Preise. So beim internationalen Giulio Perotti Wettbewerb 2012 neben Sonderpreisen den Grand Prix, beim DEBUT Wettbewerb 2012 den 3. Liedpreis und den Förderpreis des Bronnbach e.V., beim Anneliese Rothenberger Wettbewerb 2013 den 2. Preis und im Juni 2016 den 3. Preis beim internationalen Wilhelm Stenhammar Competition in Schweden.

2014 debütierte Annika Schlicht im Rahmen des Young-Singers-Project bei den Salzburger Festspielen als Cenerentola in der gleichnamigen Kinderoper von Rossini und in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies CHARLOTTE SALOMON als „Studentin aus Tirol“. Im selben Sommer wurde sie von KS Brigitte Fassbaender eingeladen, die Liedmatinee beim „Eppaner Liedsommer“ mit Werken von Richard Strauss zu gestalten.

Ergänzt wird Annika Schlichts umfangreiche Operntätigkeit regelmäßig durch Auftritte als Konzert- und Liedsängerin. Pergolesis „Stabat Mater“, Bachs „Weihnachtsoratorium“, Wagners „Wesendonck Lieder“, Vivaldis „Gloria“, Mozarts „Requiem“ und Mendelssohn Bartholdys „Paulus“ und „Elias“ sind nur einige Beispiele ihres schon aufgeführten Repertoires.
Sie arbeitete bisher mit renommierten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Metha, Donald Runnicles, Alondra de la Parra, Enrique Mazzola, Asher Fisch, Edward Gardner, Ingo Metzmacher, Christopher Moulds, Stefan Soltesz, Sebastian Weigle und den Regisseuren Harry Kupfer, Hans Neuenfels, Luc Bondy, Claus Guth, Dmitri Tcherniakov und Johannes Erath sowie Klangkörpern wie der Staatskapelle Berlin, den Wiener Symphonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen-Symphonie-Orchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Ensemble Modern zusammen.

Als Marchesa Melibea (IL VIAGGIO A REIMS), Prinz Orlovsky (DIE FLEDERMAUS), Adriano (RIENZI) und Mezzosopran in einer szenischen Version von Verdis MESSA DA REQUIEM wird sie zukünftig an der Deutschen Oper Berlin zu erleben sein sowie als 2. Norn (GÖTTERDÄMMERUNG) an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

Mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Donald Runnicles gastiert sie im Sommer 2018 beim Ravello Festival. Auf dem Programm stehen Wagners Wesendonck-Lieder.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Endes des ersten Weltkrieges wurde Annika Schlicht als Solistin für Beethovens 9. Symphonie vom UNESCO World Orchestra for Peace engagiert.
 
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