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29.09.2018, 18:00 Uhr
Staatsoper Unter den Linden


16. | 23. Sep 2018
05. | 14. Okt 2018
Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Claus Guth
Bühnenbild, Kostüme: Christian Schmidt
Licht: Olaf Winter
Video: Andi A. Müller
Der Kaiser: Simon O'Neill
Die Kaiserin: Camilla Nylund
Die Amme: Michaela Schuster
Der Geisterbote: Boaz Daniel
Barak: Michael Volle
Baraks Frau: Elena Pankratova
Erscheinung eines Jünglings: Jun-Sang Han
Die Stimme des Falken: Slávka Zámečníková
Der Bucklige: Karl-Michael Ebner
Der Einäugige: N.N.
Der Einarmige: Bartolomeo Stasch
Hüter der Schwelle des Tempels: Evelin Novak
Stimme von oben: Natalia Skrycka
Dienerin, Kinderstimme: Serena Sáenz Molinero, Evelin Novak, Natalia Skrycka
Kinderstimmen: Chorsolisten
Die Stimmen der Wächter der Stadt: Adam Kutny, Giorgi Mtchedlishvili, Erik Rosenius
Andere: STAATSOPERNCHOR, KINDERCHOR DER STAATSOPER UNTER DEN LINDEN, STAATSKAPELLE BERLIN, u.a.

ca. 4:20 h | inklusive 2 Pausen

VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Die eifersüchtig behütete Tochter des mächtigen Geisterfürsten Keikobad, wurde einst in Gestalt einer Gazelle vom Kaiser der südlichen Inseln erjagt und ist seitdem als seine Gattin Kaiserin. Um zu verhindern, dass der Kaiser versteinert, muss sie einen Schatten werfen, was in ihrer Welt bedeutet, dass sie die Fähigkeit erlangen muss, ein Kind zu gebären. In der Menschenwelt will sie deshalb der ebenfalls kinderlosen und unzufriedenen Färberin den Schatten abkaufen. Doch als sie erkennt, dass sie ihr Glück nur durch das Unglück des Färberehepaars erkaufen kann, beschließt sie darauf zu verzichten …

Noch während des 1. Weltkriegs schufen Richard Strauss und sein kongenialer Partner Hugo von Hofmannsthal die märchenhaft-phantastische Oper voller Symbole und Metaphern, die sie selbst als ihr Hauptwerk betrachteten. Zweifelsohne gehört die zwischen Weltferne und psychoanalytischem Künstlereifer changierende »Frau ohne Schatten« zu den rätselhaftesten aber auch faszinierendsten Werken des gesamten Opernrepertoires. Mit allen nur denkbaren, in schier unendlichen Farbschattierungen schillernden Klängen breitet Strauss in seinem herausfordernd opulenten Opus noch einmal die gesamte Palette der spätromantischen Orchesterkunst aus und verhandelt Intimstes in bombastischem Großformat. Claus Guths vielschichtige und eindrucksvolle, an der Mailänder Scala entstandene sowie bereits am Royal Opera House Covent Garden gezeigte Regiearbeit betont die dunklen Untertöne der Oper und evoziert wirkungsmächtig die Nöte der zwischen zwei repressiven Welten gefangenen Kaiserin.