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22.09.2018, 19:30 Uhr
Staatsoper Unter den Linden


28. | 30. Sep 2018
03. | 06. Okt 2018
Musikalische Leitung: Marc Minkowski
Inszenierung: Michael Thalheimer
Bühnenbild: Olaf Altmann
Kostüme: Katrin Lea Tag
Licht: Olaf Freese
Ottokar: Roman Trekel
Kuno: Wolfgang Schöne
Agathe: Anna Samuil
Ännchen: Anna Prohaska
Kaspar: Falk Struckmann
Max: Peter Sonn
Ein Eremit: Jan Martiník
Kilian: Adam Kutny
Samiel: Peter Moltzen
Andere: STAATSOPERNCHOR, STAATSKAPELLE BERLIN

VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Die Welt des »Freischütz«, in der Agathe, die Tochter des Erbförsters, und ihr Verlobter, der vom Glück verlassene Jägersbursche Max, um ihre Liebe kämpfen müssen, ist weder idyllisch noch intakt. Mit Traditionen und Bräuchen wollen die abergläubischen Bewohner des Waldes sich vor finsteren Mächten schützen. Doch die starren Regeln, denen sie sich verpflichtet fühlen, haben zur Folge, dass Andersdenkende und Versager verspottet, ausgegrenzt und ihrer Lebenschancen beraubt werden. Leistungsdruck und Versagensangst führen dazu, dass der sonst so treffsichere Schütze Max auf einmal nur noch daneben zielt. Da jedoch seine Hochzeit mit Agathe und somit sein Lebensglück von einem einzigen Probeschuss abhängt, ist er leicht empfänglich für die Einflüsterungen falscher Freunde und lässt sich auf einen teuflischen Pakt ein: Gemeinsam mit dem Außenseiter Kaspar gießt er in einem nächtlichen Ritual sieben magische Freikugeln, die angeblich niemals ihr Ziel verfehlen …

»Ins Schwarze getroffen«, jubelte Carl Maria von Weber 1821 nach der Uraufführung im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, mit der sein »Freischütz« den Siegeszug durch die europäischen Opernhäuser antrat. Seine Komposition verbindet volksliedhafte Züge, Hörnerschall und Männergesang mit schwebenden Klängen voll romantischer Sehnsucht. Diffus, gespenstisch-schattenhaft und zerrissen beschwört Weber eine finstere und äußerst beengte Welt voll überforderter Menschen und harmonischer Ungewissheiten herauf, die zugleich auch (falsche?) Hoffnung und Lichtblicke in sich birgt.