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30.09.2018, 19:00 Uhr
Komische Oper Berlin


06. | 14. | 31. Okt 2018
28. Nov 2018
25. Dez 2018
28. Jun 2019
Die tote Stadt
Oper in drei Bildern [1920]
Musikalische Leitung Ainārs Rubiķis
Inszenierung Robert Carsen
Bühnenbild Michael Levine
Kostüme Petra Reinhardt
Choreographie Rebecca Howell
Dramaturgie Maximilian Hagemeyer
Chöre David Cavelius
Kinderchor Dagmar Fiebach
Licht Peter van Praet, Robert Carsen
Video Will Duke
Paul Aleš Briscein
Marietta/Erscheinung Maries Sara Jakubiak
Frank, Pauls Freund/Fritz, der Pierrot Günter Papendell
Brigitta, Pauls Haushälterin Maria Fiselier
Juliette, Tänzerin Georgina Melville
Lucienne Marta Mika
Victorin, der Regisseur Adrian Strooper
Graf Albert Ivan Turšić
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin
Tänzer Kai Braithwaite /Michael Fernandez /Hunter Jaques /Shane Dickson /Danilo Brunetti /Daniel Ojeda /Paul Gerritsen /Lorenzo Soragni

Mit einem musikalischen Psychothriller über die Schwierigkeit loszulassen und die Notwendigkeit, es dennoch zu tun, gibt der kanadische Star-Regisseur Robert Carsen an der Seite des neuen Generalmusikdirektors Ainārs Rubiķis sein Debüt an der Komischen Oper Berlin. In den Hauptrollen sind die Amerikanerin Sara Jakubiak, deren »beeindruckend samtweichen Sopran« die New York Times bestaunte, und Aleš Briscein, am Haus zuletzt als Lenski in Jewgeni Onegin gefeiert, zu erleben.

Nach dem Tod seiner Frau Marie hat sich Paul vollkommen in seine »Kirche des Gewesenen« zurückgezogen. Abgeschottet nach außen lebt er einzig der Erinnerung an die Verstorbene, als eines Tages die Tänzerin Marietta auftaucht, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht. Er verliebt sich in sie und will doch letztlich nur die verlorene Tote wieder zum Leben erwecken. Immer mehr verstrickt sich Paul in seiner besessenen Liebe, bis es zur Katastrophe kommt. Oder war alles nur ein Traum? Ein Streich des Unbewussten? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Tod der geliebten Frau?

Tief hinein ins undurchdringbare Gewirr des Unbewussten führt das spätromantische Meisterwerk des erst 20-jährigen Korngold. Als Vorlage der Oper diente der symbolistische Kultroman Bruges-la-Morte (Das tote Brügge) des Belgiers Georges Rodenbach, der in seiner Morbidität und symbolträchtigen Vieldeutigkeit ganz den Geist des Fin de Siècle atmet. Korngold, der sich mit seinem ersten abendfüllenden Bühnenwerk die Opernwelt eroberte, zählte zeitweilig neben Richard Strauss zu den meistgespielten Komponisten auf deutschsprachigen Bühnen, ehe die Nationalsozialisten seiner Opernkarriere ein jähes Ende setzten. In den letzten Jahrzehnten erfährt Korngolds Werk endlich die ihm gebührende Renaissance. Libretto by Paul Schott, based on the novel Bruges-la-Morte by Georges Rodenbach