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27.05.2018, 19:00 Uhr
Staatsoper Unter den Linden

25. | 29. Mai 2019
01. | 07. Jun 2019
Pelléas et Mélisande
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung: Ruth Berghaus
Bühnenbild, Kostüme: Hartmut Meyer
Arkel: Wolfgang Schöne
Pelléas: Rolando Villazón
Golaud: Michael Volle
Mélisande: Marianne Crebassa
Geneviève: Anna Larsson
Arzt, Hirte: Dominic Barberi
Yniold: Solist des Tölzer Knabenchors
Andere: STAATSOPERNCHOR, STAATSKAPELLE BERLIN

ca. 3:30 h | inklusive Pause nach dem 3. Akt

VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Referent: Benjamin Wäntig
Mit der Uraufführung von »Pelléas und Mélisande« 1902 forderte Claude Debussy die Hörgewohnheiten seiner Zeitgenossen heraus: Seine Instrumentationskunst ist ohne Beispiel, er überführt die Wagnersche Leitmotivtechnik in eine subtile Klangfarbendramaturgie und beschreibt Atmosphären und Seelenstimmungen, die sich der Beschreibung entziehen und selbst die Musik oft nur anzudeuten vermag.

Die stoffliche Grundlage ist das gleichnamige Drama des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, eine tragisch endende märchenhafte Dreiecksgeschichte um die Stiefbrüder Golaud und Pelléas und die von beiden geliebte geheimnisvolle Mélisande. Die Handlung bleibt im Vagen, dafür werden psychische Tiefen ausgelotet. Die Tragödie findet nicht als offener Konflikt, sondern als unterschwelliger seelischer Prozess statt. Debussys Musik bleibt ebenso verhalten und nähert sich immer wieder der Stille. Unter der monochromen Oberfläche schillern jedoch die vielfältigsten Farben, und Debussy gelingt es, die verrätselte, morbide Atmosphäre auf kongeniale Weise in Musik umzusetzen. Nach mittlerweile 10 Jahren Pause kehrt die einst Maßstäbe setzende Staatsopern-Inszenierung von Ruth Berghaus, einer der größten Regisseurinnen des 20. Jahrhunderts, zurück ins Repertoire.