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17.06.2018, 18:00 Uhr
Staatsoper Unter den Linden

23. | 26. | 30. Mai 2019
Macbeth
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung: Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Licht: Olaf Freese
Video: Thomas Reimer
Regiemitarbeit: Derek Gimpel
Choreographische Mitarbeit: Helga Schiele
Einstudierung Chor: Martin Wright
Dramaturgie: Detlef Giese
Macbeth: Plácido Domingo
Banquo: Kwangchul Youn
Lady Macbeth: Anna Netrebko
Kammerfrau: Evelin Novak
Macduff: Fabio Sartori
Malcolm: Florian Hoffmann
Mörder, Erscheinung: Jan Martiník
Erscheinungen: Raphael Küster (Solist des Kinderchors), Niels Domdey (Solist des Kinderchors)
Arzt: Dominic Barberi
Diener: Insoo Hwoang
Andere: STAATSOPERNCHOR, STAATSKAPELLE BERLIN

3:00 h | inklusive Pause nach dem 2. Akt

VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Referent: Detlef Giese
Nach gewonnener Schlacht wird dem Feldherrn Macbeth prophezeit, dass er einmal König von Schottland sein werde. Beeinflusst von den Einflüsterungen seiner Frau geht er buchstäblich über Leichen, damit die Vorhersage sich erfüllt. Von Schuldgefühlen gepeinigt, verfallen die Macbeths jedoch schon bald in Wahnvorstellungen und werden zu Opfern der eigenen Herrschsucht.

Um der bewunderten Shakespeare’schen Vorlage so treu wie möglich bleiben zu können, sprengte Giuseppe Verdi mit seinem »Macbeth« die Opernkonventionen der Zeit und schuf eines seiner dunkelsten und abgründigsten Werke. Monumentale Chorszenen, aus denen das Aufbegehren und die Desillusion der Beherrschten, Unterdrückten und Verfolgten hervorklingen, demonstrieren gesellschaftliche Folgen von Tyrannei und Willkürherrschaft. Sie kontrastieren mit äußerst expressiv ausgestalteten Arien und Duetten, in denen Verdi die seelischen Abgründe der machtbesessenen Protagonisten klanglich durchleuchtet. Um die vielschichtigen Motivationen und Affekte seiner Figuren möglichst differenziert zum Ausdruck bringen zu können, verlangte Verdi seinen Darstellern nie Dagewesenes ab: Zugunsten einer größeren dramatischen Wirkung sind die Vokalparts – statt mit virtuosem Glanz zu brillieren – darauf ausgelegt, sprachliche und darstellerische Aspekte zu betonen und gnadenlos dem konkreten psychischen Zustand der Figur unterworfen – ein deutlicher Schritt weg vom Belcanto-Ideal, und hin zu unverwechselbarer musikdramatischer Wahrhaftigkeit.