Ensemble

Musikalische Leitung
Domingo Hindoyan
Inszenierung
Alvis Hermanis
Mitarbeit Regie
Gudrun Hartmann
Bühnenbild, Kostüme
Kristīne Jurjāne
Licht
Gleb Filshtinsky
Floria Tosca
Sonya Yoncheva
Cavaradossi
Teodor Ilincăi
Scarpia
Andrzej Dobber
Angelotti
Grigory Shkarupa
Mesner
Jan Martiník
Spoletta
Florian Hoffmann
Sciarrone
Adam Kutny
Kerkermeister
Erik Rosenius
Hirt
Solist des Kinderchors
Andere
STAATSOPERNCHOR, KINDERCHOR DER STAATSOPER UNTER DEN LINDEN, STAATSKAPELLE BERLIN

Tosca

Als der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi heimlich einem politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen versucht, glaubt seine Geliebte, die berühmte Sängerin Floria Tosca, er betrüge sie mit einer anderen Frau. Der skrupellose Polizeichef Scarpia nutzt ihre Eifersucht, um Cavaradossi zu überführen und verlangt anschließend im Gegenzug für die Freilassung des Geliebten eine Nacht mit Tosca.

Mit einer stringenten Dramaturgie und ausgeprägtem Realismus schuf Puccini eines seiner schroffsten und dramatischsten Werke – einen Meilenstein der Operngeschichte. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Napoleons Revolutionsheer und den habsburgisch-päpstlichen Truppen im Jahr 1800, der den Protagonisten der Oper zum Verhängnis wird, entführt Puccini den Zuhörer akustisch ins Zentrum Roms: in die Kirche Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg, denen der Komponist je ein eigenes musikalisches Kolorit verlieh.

In der Inszenierung des lettischen Schauspielregisseurs Alvis Hermanis bewegen sich die Sängerinnen und Sänger in einer psychologisch dichten Erzählung, verlegt in die Entstehungszeit der Oper um 1900. Die szenische Darstellung wird durch einen aufwendig gestalteten Graphic Novel der Bühnen- und Kostümbildnerin Kristine Jurjane ergänzt, der an den Originalschauplätzen des 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt und auf ein Bühnenbild von monumentaler Repräsentationsarchitektur projiziert wird.