Ensemble

Musikalische Leitung
Zubin Mehta
Inszenierung
André Heller
Mitarbeit Regie
Wolfgang Schilly
Bühnenbild
Xenia Hausner
Mitarbeit Bühnenbild
Nanna Neudeck
Kostüme
Arthur Arbesser
Mitarbeit Kostüm
Onka Allmayer-Beck
Licht
Olaf Freese
Video
Günter Jäckle, Philip Hillers
Einstudierung Chor
Anna Milukova
Dramaturgie
Benjamin Wäntig
Herr von Faninal
Adrian Eröd
Feldmarschallin Fürstin Werdenberg
Camilla Nylund
Baron Ochs auf Lerchenau
Günther Groissböck
Octavian
Michèle Losier
Sophie
Nadine Sierra
Jungfer Marianne Leitmetzerin
Anna Samuil
Valzacchi
Karl-Michael Ebner
Annina
Katharina Kammerloher
Ein Polizeikommissar
Erik Rosenius
Haushofmeister bei der Feldmarschallin
Florian Hoffmann
Haushofmeister bei Faninal
Linard Vrielink
Ein Notar
Jaka Mihelač
Ein Wirt
Andrés Moreno García
Ein Sänger
Atalla Ayan
Eine Modistin
Victoria Randem
Papierkünstler
Lorenzo Torres

Der Rosenkavalier

Ärger mit der Verwandtschaft macht auch vor dem Wiener Hochadel nicht halt: Der ungehobelte Baron Ochs auf Lerchenau stört das morgendliche Tête-à-tête seiner Vetterin, der Feldmarschallin, mit ihrem jungen Liebhaber Octavian, um sie für seine eher von pekuniären Interessen geleiteten Hochzeitspläne um Hilfe zu bitten. Dabei ahnt er nicht, dass der zum Rosenkavalier bestimmte Octavian sich schließlich selbst in die Braut verliebt …

Nach den archaisch-dramatischen Einaktern »Salome« und »Elektra« suchte Richard Strauss für seine nächste Oper nach einem leichteren, heiteren Stoff im Stil von Mozarts Opernkomödien – ein Ansinnen, auf das sich auch Hugo von Hofmannsthal gern einließ. Er schuf mit seinem Libretto ein künstliches Rokoko-Wien mit ebenso überzeugenden wie erfundenen Bräuchen und Dialekten, das Strauss auf musikalischer Seite noch mit anachronistischen Walzern veredelte. Im diesem Fantasie-Wien voller Lebenslust, Schwänke und althergebrachter Standesgrenzen, aber auch voll Depression und Morbidität spiegelt sich nicht nur das 18. Jahrhundert, sondern erst recht die dem Ende zusteuernde Belle Époque. So bietet Strauss’ Partitur noch einmal den ganzen orchestralen Klangfarbenreichtum auf, schier hemmungsloses Schwelgen, das im in puncto musikalischer Schönheit unübertroffenen Schlussterzett kulminiert, zeigt aber auch tiefe Brüche. Nur wenige Jahre vor dem Zusammenbruch der Donaumonarchie wird »Der Rosenkavalier« zum Abgesang auf eine ganze Epoche.

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Referent: Benjamin Wäntig