Ensemble

Musikalische Leitung
Jacques Lacombe
Inszenierung
Ole Anders Tandberg
Bühne
Erlend Birkeland
Kostüme
Maria Geber
Licht
Ellen Ruge
Chöre
Chor der Deutschen Oper Berlin, Kinderchor der Deutschen Oper Berlin, Jeremy Bines
Kinderchor
Christian Lindhorst
Choreografie
Silke Sense
Carmen
Ramona Zaharia
Frasquita
Cornelia Kim
Mercédès
Amber Fasquelle
Micaëla
Meechot Marrero
Don José
Joseph Calleja
Moralès
Philipp Jekal
Zuniga
Byung Gil Kim
Escamillo
Samuel Dale Johnson
Remendado
Andrew Dickinson
Dancairo
Thomas Lehman
Orchester
Orchester der Deutschen Oper Berlin

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.Der Kinderchor wird gefördert von Dobolino e.V. [dem Förderverein für den Kinderchor der Deutschen Oper Berlin] und der Berliner Volksbank.

Carmen

Mit seiner CARMEN schrieb Georges Bizet eine Kampfansage an die romantische Oper: Mit ihrem unbeugsamen Freiheitswillen verkörpert die Titelheldin das Gegenbild zu den passiven, leidenden Frauenfiguren, die zuvor die Opernbühne beherrscht hatten. Doch antiromantisch ist CARMEN in einem noch umfassenderen Sinn: Bizets Oper zeigt eine Welt, in der Liebe als zwischenmenschliches Gefühl keinen Platz mehr hat und längst durch Sex und Gewalt abgelöst wurde. Carmen und der Torero Escamillo sind Repräsentanten dieser Gesellschaft, in der nur noch das Recht des Stärkeren zählt. Eine Welt, in der Don José mit seinem bürgerlichen Ideal von Liebe ein Fremdling bleibt, der zum Scheitern verurteilt ist . Mit diesem illusionslosen Blick auf die Trostlosigkeit der menschlichen Existenz steht Bizet in unmittelbarer Nähe zu den Romanen eines Emile Zola – entgegen dem Klischeebild vieler Aufführungen ist Bizets Spanien ein Ort, der die Hässlichkeit der Armut in hellem Licht zeigt.

Oper in vier Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
nach der Novelle von Prosper Mérimée
Uraufführung am 3. März 1875 in Paris
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 20. Januar 2018

Einführung im Rang-Foyer rechts: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn