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Alfredo Daza

Alfredo Daza ist für seine Interpretationen des italienischen Repertoires bekannt, welche aufgrund seiner stimmlichen Entwicklung in den letzten Jahren zunahmen und wobei er mehrere Rollen aus Verdi-Opern übernahm, so den Francesco Moor in »I masnadieri«, eine Produktion, die 2015 im Konzerthaus Berlin aufgeführt wurde sowie 2017 ebenso am Konzerthaus Berlin den Stankar in »Stiffelio«, den Rodrigue in »Don Carlo«, welcher seit 2008 im Programm der Staatsoper Unter den Linden Berlin steht, den Ford in »Falstaff« zusammen mit den Staatsopern Berlin und Hamburg sowie dem Teatro Comunale di Bologna und den Renato in »Un ballo in maschera«, welcher seit 2009 zum Repertoire der Staatsoper Unter den Linden Berlin gehört. Seine Interpretation des Giorgio Germont in »La traviata«, welchen er erstmals 2006 sang, brachten ihn an die Hamburgische Staatsoper und 2015 an das New National Theatre Tokyo, wo er die Rolle unter der musikalischen Leitung von Yves Abel in einer Inszenierung von Vincent Boussard darbot. Am Theater St. Gallen und an der Oper Stuttgart debütierte er 2016 als Baron Scarpia in »Tosca«, eine Rolle, die er erstmals 2012 sang. Mit großem Erfolg stellte er sein letztes Debüt im Mai 2016 mit der Rolle des Paolo Albiani in »Simon Boccanegra« in einer Produktion der Staatsoper im Schiller Theater Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim zusammen mit Plácido Domingo in der Titelrolle dar. 2015 debütierte er als Barone di Valdeburgo/Leopoldo in Vincenzo Bellinis »La straniera«, einer Produktion, in welcher Edita Gruberova die weibliche Hauptrolle sang.
Mit zwölf Jahren begann Alfredo Daza sein Gesangstudium am Puebla State Conservatory of Music in Puebla, Mexiko. Später setzte er seine Studien am Conservatorio Nacional de Música in Mexiko-Stadt fort. Mit 21 Jahren begann der mexikanische Bariton seine internationale Karriere als ein »Adler Fellow«, einem Programm, mit welchem die San Francisco Opera junge Künstler unterstützt. Nachdem er seine Jahre am Opernstudio der San Francisco Opera beendet hatte, debütierte er an zahlreichen Opernhäusern in Nordamerika und Europa. Er sang den Schaunard in Puccinis »La Bohème« an der San Francisco Opera, dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel und mit der Canadian Opera Company in Toronto. Darüber hinaus debütierte er als Valentin in Gounods »Faust« am Teatro Carlo Felice in Genua unter der musikalischen Leitung von Wladimir Jurowski und als Dandini in Rossinis »La Cenerentola« am Teatro dell’Opera di Roma. Zusammen mit der Washington National Opera sang er den Marcello in »La Bohème« sowie die Titelrolle in »Il barbiere di Siviglia«, welche zu einer seiner am meisten gefeierten Rollen wurde. Seinen Marcello bot er ebenfalls in einer Neuproduktion von »La Bohème« an der New York City Opera dar. Die Vorstellung wurde im Rahmen der Serie »Live From Lincoln Center« im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt.
Er war als Ford in »Falstaff« am Teatro Comunale di Bologna unter der musikalischen Leitung von James Conlon sowie an der Hamburgischen Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Simone Young zu hören. Weitere Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitete, sind u. a. Massimo Zanetti, Antonio Pappano, Gustavo Dudamel, Simon Rattle, Daniele Callegari, Daniele Rustioni, Daniel Oren, Maurizio Benini, Kent Nagano, Andris Nelsons, Antonello Allemandi und Plácido Domingo. 2009 hatte er sein Debüt als Belcore in »L’elisir d’amore« an der Glyndebourne Festival Opera. Als erster Bariton des Ensembles der Staatsoper Unter den Linden Berlin übernahm er die Rollen des Grafen Almaviva in »Le nozze di Figaro«, des Guglielmo in »Così fan tutte« unter dem Dirigat von Daniel Barenboim, des Belcore in »L’elisir d’amore«, des Figaro in »Il barbiere di Siviglia«, des Prosdocimo in »Il turco in Italia«, des Fürsten Jeletzki in »Pique Dame« unter Daniel Barenboim sowie die Titelrolle in Hans Zenders Weltpremiere »Chief Joseph«. Hinzu kommen seine Interpretationen von Sharpless in »Madama Butterfly«, Ping in »Turandot«, Lescaut in »Manon« unter der Leitung von Daniel Barenboim, Valentin in »Faust«, Ford in »Falstaff«, Giorgio Germont in »La traviata« und des Grafen Luna in »Il trovatore«. Als Guglielmo in »Così fan tutte« ging er mit 20 Jahren auf Japantournee. Später debütierte er in derselben Rolle am Michigan Opera Theatre, an der San Francisco Opera und an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. An der Los Angeles Opera übernahm er mehrere Rollen, u. a. den Figaro in »Il barbiere di Siviglia«, den Ping in »Turandot« und den Marcello in »La Bohème«. Kürzlich kehrte er an die Los Angeles Opera zurück, um an der Neuproduktion »Dulce Rosa« nach einem Roman von Isabel Allende mitzuwirken. Unter der Leitung von Plácido Domingo sang er 2014 in »Tadeo Cespedes«, eine Produktion, welche demnächst auf DVD erscheinen wird. Ein weiteres wichtiges Debüt war seine Interpretation des Sir Robert Cecil in der Premiere von Benjamin Brittens »Gloriana«.
Alfredo Dazas Aufnahmen umfassen DVDs der Produktionen »La Bohème« (ausgestrahlt bei PBS), wo er zusammen mit Rolando Villazón und Maria Kaniova an der New York City Opera die Rolle des Marcello sang, sowie »L’elisir d’amore« (erschienen bei Opus Arte), wo er zusammen mit Ekaterina Siurina und Peter Auty in der Rolle des Belcore an der Glyndebourne Festival Opera sang. Die Rolle des Belcore erschien außerdem zusammen mit Rolando Villazón und Eugenia Garza an der Ópera de Bellas Artes in Mexiko für FONCA. Seine CD »Stolen Notes: Verdi Arias & Duos« mit dem Parma Opera Ensemble und Annick Massis, Marco Berti und Francesco Meli erschien bei MSM. Bei diesem Label kam im Herbst 2008 auch die CD »Angel & Demon« mit Werken von Rimsky-Korsakow mit der russischen Sopranistin Anna Samuil und Alfredo Daza heraus. Die Produktion von Massenets »Manon« mit Daniel Barenboim, Anna Netrebko, Rolando Villazón und Alfredo Daza als Lescaut ist auf DVD bei der Deutschen Grammophon erhältlich.

Foto: Jonathan Muró
 
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