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01.01.2018, 20:00 Uhr
Philharmonie Berlin - Großer Saal
Freiburger Barockorchester

Neujahrskonzert – Die Schöpfung
René Jacobs
Sebastian Kohlhepp, Tenor
Michael Nagy, Bass
Anett Fritsch, Sopran
Frank Markowitsch Choreinstudierung
Joseph Haydn "Die Schöpfung" - Oratorium für Soli, Chor und Orchester Hob XXI:2
Ein Textbuch zu vertonen, das seinerzeit angeblich für Georg Friedrich Händel geschrieben worden war, den landauf, landab vergötterten Titanen oratorischer Wunderwerke, muss für den greisen Kapellmeister aus Wien eine Herausforderung gewesen sein. Noch einmal rafft Joseph Haydn alle Kräfte zusammen, überredet Gottfried van Swieten, seinen adligen Gönner und bisweilen reichlich halsstarrigen Librettisten, ihm eilends eine deutschsprachige Fassung zu liefern, und stürzt sich mit Feuereifer in die Aufgabe von Händels Testamentsvollstrecker. Was er hierbei in mühevoller, ungemein selbstkritischer Arbeit zutage förderte, ist die überwältigendste Musik zur biblischen Genesis, die je erdacht wurde. Ein Chororatorium gänzlich neuer Art, gespickt mit Reverenzen an sein großes Idol, aber mindestens ebenso reich an Unerhörtem in Form und Gehalt, an bildhaftem Tönezauber wie philosophischer Tiefe, vornehmen Humanitätsidealen wie dramatischer Wucht. Entsprechend triumphal war die Uraufführung im Wiener Palais Schwarzenberg, die Haydn im Frühjahr 1798 selbst dirigierte. „Bald war ich eiskalt am ganzen Leibe“, lässt er seinen Biografen wissen, „bald überfiel mich eine glühende Hitze, und ich befürchtete mehr als einmal, plötzlich vom Schlage gerührt zu werden.“ Wechselbäder der Gefühle, die bei einem der erfindungsreichsten und intelligentesten Musikexegeten der Gegenwart zweifellos in den besten Händen liegen dürften. Willkommen zurück, René Jacobs, und prosit Neujahr!

Setting a libretto that had supposedly been written for George Frederick Handel, that ‘titanof the oratorio genre’ idolized all over the country, must have been a particular challenge for the aged musical director from Vienna. Once again, Joseph Haydn summoned up all his strength and persuaded Gottfried van Swieten, his aristocratic patron and at times very obstinate librettist, to provide him with a German translation post-haste; then he immersed himself with fiery passion into the task of acting as Handel’s successor. What he brought to light in painstaking, extremely self-critical work is the most overwhelming music for the biblical Genesis story ever conceived. A completely new kind of choral oratorio, full of with little tributes to his great idol, but just as rich in previously unheard forms and content, in both vivid sonic magic and philosophical depth, both noble humanistic ideals and dramatic force. The premiere at Vienna’s Palais Schwarzenberg, which Haydn himself conducted in the spring of 1798, was an appropriately resounding success. ‘One moment my whole body was cold as ice,’ he told his biographer, ‘and the next moment I was overcome by glowing heat, and I feared more than once that I would suddenly be struck down.’ A roller coaster of emotions that will undoubtedly be in the best hands with one of the most inventive and intelligent musical interpreters of our time. Welcome back, René Jacobs, and Happy New Year!