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03.03.2018, 16:00 Uhr
Staatsoper Unter den Linden


25. Feb 2018
11. | 18. Mär 2018
Tristan und Isolde
Einen Beitrag von Detlef Giese, Leitender Dramaturg der Opern- und Konzertdramaturgie der Staatsoper Unter den Linden zu »Wagner, das Opernhaus Unter den Linden und der Tristan« finden Sie auf unserem Blog.
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung, Bühnenbild: Dmitri Tcherniakov
Kostüme: Elena Zaytseva
Licht: Gleb Filshtinsky
Video: Tieni Burkhalter
Einstudierung Chor: Raymond Hughes
Dramaturgie: Tatiana Vereshchagina, Detlef Giese
Tristan: Andreas Schager
König Marke: Stephen Milling
Isolde: Anja Kampe
Kurwenal: Boaz Daniel
Melot: Stephan Rügamer
Brangäne: Ekaterina Gubanova
Ein Steuermann: Adam Kutny
Stimme eines jungen Seemanns, Hirte: Linard Vrielink
Mutter: Kristin Becker
Vater: Mike Hoffmann
Englischhorn: Florian Hanspach-Torkildsen
Andere: Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin

VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Referent: Dr. Detlef Giese


Einführungsmatinee am 4. Februar 2018
Obwohl Tristan einst ihren Verlobten enthauptete, hat die irische Königstochter Isolde dem Neffen des verfeindeten Königs von Cornwall das Leben gerettet und sich in ihn verliebt. Zwar erwidert Tristan insgeheim ihre Liebe, doch aus Pflichtgefühl betreibt er nun die Zwangsverheiratung Isoldes mit König Marke. Zutiefst gedemütigt will sie ihrem Leben ein Ende setzen und Tristan mit sich in den Tod reißen. Da er seinen Gefühlen für Isolde entkommen will, trinken beide freiwillig von einem vermeintlichen Todestrank. Sich dem Tode nahe wähnend gestehen sie einander ihre verbotene Liebe. Von unerfüllter Sehnsucht und Verlangen nach einander gequält müssen beide weiterleben, wünschen sich nun aber erst recht die Vereinigung im Tod herbei …


Inspiriert von der Philosophie Schopenhauers adaptierte Richard Wagner in den 1850er Jahren das mittelalterliche Tristan-Epos und schuf eine Musik, die die übermächtigen Emotionen und Gedankenströme der Protagonisten weit mehr in den Vordergrund rückt als jede andere Oper zuvor. In extremer Konzentration auf das Innerste der kaum noch handelnden Akteure verhalf er seiner beinah sinfonisch anmutenden Musik zu größter Entfaltung und Selbstständigkeit. Mittels ausgeprägter Chromatik und hoch avancierter Harmonik, sowie durch strikten Verzicht auf formale Zäsuren schuf Wagner eine hocherotische Musik, eine »unendliche Melodie« voll glühender Spannungen. Ebenso wie die stetig wachsende, alles verzehrende Sehnsucht der beiden Titelgestalten drängt sie immer schmerzlicher nach Auflösung (bzw. Erlösung), die kaum je gewährt wird.