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03.06.2018, 19:00 Uhr
Komische Oper Berlin


12. | 18. | 26. Mai 2018
10. Jul 2018
Semele
Musikalisches Drama in drei Akten [1744]
Musikalische Leitung Konrad Junghänel
Inszenierung Laura Scozzi
Bühnenbild Natacha Le Guen de Kerneizon
Kostüme Carla Teti
Dramaturgie Johanna Wall
Chöre David Cavelius
Licht Alessandro Carletti
Cadmus, König von Theben Philipp Meierhöfer
Semele, seine Tochter Nicole Chevalier
Athamas, Prinz von Böotien Eric Jurenas
Jupiter, König der Götter Allan Clayton
Juno, seine Frau Ezgi Kutlu
Iris, ihre Vertraute Nora Friedrichs
Somnus, Gott des Schlafes/Priester Önay Köse
Apollo Emil Ławecki
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin

Faust-Preis-Gewinnerin Nicole Chevalier, die zuletzt mit ihren sensationellen Auftritten in Les Contes d’Hoffmann und Die schöne Helena die Köpfe der Männer- und Damenwelt verdrehte, betört nun als Titelheldin Semele den Göttervater selbst. Als Jupiter in voller darstellerischer und sängerischer Pracht glänzt Barock-Crack Allan Clayton, der als tragischer Held in Barrie Koskys Inszenierung Castor et Pollux bereits Erfahrungen mit der antiken Götterwelt sammeln konnte. 

Jupiter, Gott der Götter und großer Verwandlungskünstler, wenn es um die Eroberung begehrenswerter Frauen geht, ent- und verführt die Königstocher Semele. Juno, Jupiters zutiefst gekränkte Gattin, setzt alles daran, der hemmungslosen Affäre ein Ende zu setzen. Sogar den verpennten Gott Somnus bittet sie um Hilfe. Auch sie setzt auf die Kraft der Verwandlung: Der Nebenbuhlerin erscheint sie als deren Schwester Ino und überredet sie, Jupiter dazu zu bringen, sich ihr in seiner wahren göttlichen Erscheinung zu zeigen. Semeles Ehrgeiz ist stärker als Jupiters männlicher Widerstand. So aber ist ihr Schicksal besiegelt: In den sengenden Strahlen der Götterblitze geht sie grausam zugrunde. Aus Semeles Asche jedoch ersteht ein ungeborenes Kind: Bacchus, Gott des Rausches, der Maßlosigkeit und der Ekstase.
Trotz oratorientypischer prächtiger Chöre und expressiver Arien, die nicht dem starren Schema der Opera seria zu folgen brauchten, rümpften Händels Zeitgenossen zunächst die Nase über den für ein Oratorium als ganz und gar unpassend empfundenen saftig-erotischen und durchaus auch komischen Stoff. Das änderte sich allerdings bald. Heute zählt Semele weltweit zu den beliebtesten Werken aus der Feder Georg Friedrich Händels. Barock-Spezialist Konrad Junghänel und Regisseurin und Choreographin Laura Scozzi, die mit diesem dramatischen Oratorium ihr Debüt in Berlin gibt, entdecken im Ovidschen Mythos den weiblichen Willen zur Macht. Libretto von William Congreve