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17.11.2017, 19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin

24. | 25. Nov 2017
02. | 19. Jun 2018
Maillot | Millepied
Choreographien von Jean-Christophe Maillot und Benjamin Millepied
Choreographie Benjamin Millepied
Szenographie Daniel Buren
Kostüme Holly Hynes
Licht Brandon Stirling Baker
Einstudierung Janie Taylor
Sébastien Marcovici
Es tanzen Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor Extrachor der Deutschen Oper Berlin
Chloé Aurora Dickie
Daphnis Arshak Ghalumyan
Lycéion Iana Balova
Dorcon Denis Vieira
Bryaxis Dinu Tamazlacaru
Choreographie Jean-Christophe Maillot
Kostüme Karl Lagerfeld
Bühne Rolf Sachs
Licht Dominique Drillot
Einstudierung Bernice Coppieters
Es tanzen Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Musik vom Tonträger
Soloparts Elisa Carrillo Cabrera
Weronika Frodyma
Vladislav Marinov
Elena Pris
Alexej Orlenco
Federico Spallitta

120 Minuten inkl. 1 Pause

Erfahren Sie mehr: 45 Minuten vor Aufführungsbeginn erhält das Publikum am Veranstaltungsort eine kostenlose Einführung, die von Studierenden der Freien Universität Berlin im Rahmen der Ballett-Universität gestaltet wird. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.
Der Doppelabend „Maillot/Millepied“ ist ein Hors d’œuvre für die vielfältige französische Balletttradition, die mit den beiden Choreographien „Daphnis et Chloé“ und „Altro Canto“ einen wunderbaren zeitgemäßen Ausdruck gefunden hat.


DAPHNIS ET CHLOÉ

Ballett von Benjamin Millepied
Symphonie chorégraphique von Maurice Ravel

Benjamin Millepied – gefeierter Choreograph des Kinoerfolgs „Black Swan“ und bis vor kurzem Direktor des Balletts der Pariser Oper – zeigt in dem nach den beiden Choreographen benannten Doppelabend „Maillot/Millepied“ erstmals eine Arbeit in Berlin: „Daphnis et Chloé“ zur „symphonie chorégraphique“ von Maurice Ravel. Mit diesem knapp einstündigen Werk stellte sich Millepied 2013 dem Pariser Publikum vor.
Die Handlung dieses Balletts lässt sich schnell zusammenfassen: Inspiriert von dem gleichnamigen griechischen Roman von Longus wird die Geschichte von Daphnis erzählt, von der Entdeckung seiner Liebe zu Chloé, dem Erscheinen der verführerischen wie störenden Lycénion, den Listen des umtriebigen Dorcon, der Entführung Chloés durch Bryaxis und der Piraten, der Intervention der Nymphen und des Gottes Pan, und das glückliche Ende, in dem die jungen Liebenden schließlich vereint werden.
Für das Stück hat der französische Maler Daniel Buren einen geometrischen Farbenrausch entworfen, der die bukolischen Landschaften, in denen die antike Geschichte um die beiden Findelkinder angesiedelt ist, in eine reduzierte, aber intensive Ästhetik überführt. Großflächige Streifen, Quadrate und Kreise geben den Tänzerinnen und Tänzern einen spannungsreichen Rahmen, den diese in ebenso farbenfrohen Kostümen mit einer klassischen Bewegungssprache beleben.


Choreographie: Benjamin Millepied
Szenographie: Daniel Buren
Kostüme: Holly Hynes
Licht: Brandon Stirling Baker
Einstudierung: Janie Taylor
Einstudierung: Sébastien Marcovici
Es tanzen: Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor: Extrachor der Deutschen Oper Berlin
Chloé: Aurora Dickie
Daphnis: Arshak Ghalumyan
Lycéion: Iana Balova
Dorcon: Denis Vieira
Bryaxis: Dinu Tamazlacaru

ALTRO CANTO

Ballett von Jean-Christophe Maillot
Musik von Claudio Monteverdi, Biagio Marini, Giovanni Girolamo Kapsberger


Während Millepieds „Daphnis et Chloé“ nur so leuchtet wie die ersten Tage eines vielversprechenden Sommers, kommt Jean-Christophe Maillots Stück „Altro Canto“ aus dem Jahr 2006 ganz feierlich und fast schon liturgisch daher: In immer neuen Konstellationen (Bühne: Rolf Sachs) erhellen zu barocken Kompositionen von Monteverdi, Marini und  Kapsberger mehr als einhundert Kerzen den ansonsten leeren Bühnenraum.
Der langjährige Intendant der Ballets de Monte-Carlo im Fürstentum Monaco interessiert sich dabei insbesondere für das Flackern der Kerzen, also jenen Effekt, dessen Magie die Momente zwischen Licht und Dunkelheit festhält, in denen die Körper kurzseitig zu Statuen erstarren und ein neuer Blick auf die Bewegung möglich wird. Zugleich ist das Flackern im Sinne eines Zitterns als fortwährende Bewegung von einer Emotion zur nächsten zu begreifen.
Zu dieser Gegensätzlichkeit aus Licht und Schatten, aus Fragilität und Monumentalität, gesellt sich für Maillot dann auch die grundlegende Dualität der Geschlechter hinzu, die in der Choreographie ebenso in Bewegung gerät. Mode-Großmeister Karl Lagerfeld hat dafür die passenden Kostüme entworfen: Wie selbstverständlich tragen Männer im Kerzenschein Röcke, Frauen Hosen, alle tragen alles – doch niemals in plumper Travestie, sondern stets in einer raffinierten Eleganz. Und so wird die Spannung heraufbeschworen, die den Raum für jene Resonanz erschafft, die im Dazwischen ihren geheimnisvollen Reiz entfaltet.


Choreographie: Jean-Christophe Maillot
Kostüme: Karl Lagerfeld
Bühne: Rolf Sachs
Licht: Dominique Drillot
Einstudierung: Bernice Coppieters
Es tanzen: Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Musik vom Tonträger
Soloparts: Elisa Carrillo Cabrera
Soloparts: Weronika Frodyma
Soloparts: Vladislav Marinov
Soloparts: Elena Pris
Soloparts: Alexej Orlenco
Soloparts: Federico Spallitta