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06.01.2018, 19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Familienvorstellung

Nabucco
Dramma lirico in vier Teilen
Libretto von Temistocle Solera
Uraufführung am 9. März 1842 in Mailand
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 8. September 2013
Musikalische Leitung Francesco Lanzillotta
Inszenierung Keith Warner
Kostüme Julia Müer
Chöre Jeremy Bines
Ismaele Robert Watson
Zaccaria Ievgen Orlov
Oberpriester des Baal Dong-Hwan Lee

2 Stunden 45 Minuten / Eine Pause

Sehr geehrte Damen und Herren, aller Einsatz zeigt erste Wirkungen! Das intensive Trocknen und Belüften – nach dem am 24. Dezember aufgetretenen großen Wasserschaden auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin – führte am 27. Dezember 2017 dazu, dass sich erstmalig der Eiserne Vorhang wieder heben und einige Züge fahren ließen. Das heißt, alle Künstler und Mitarbeiter stehen bereit, damit ab dem 28. Dezember die ersten Vorstellungen für unser Publikum über die Bühne gehen können. Da der Orchestergraben unbeschadet blieb, kann damit die geplante Aufführung von Verdis „Nabucco“ am 6. Januar auch szenisch, in Kostüm und Maske sowie in veränderter Dekoration bei eingeschränkter Beleuchtung stattfinden. Wer diese Vorstellungsform nicht erleben möchte, erhält den Kartenpreis mittels des Formulars auf der Website www.deutscheoperberlin.de ersetzt, Informationen auch beim telefonischen Kartenservice unter 030-34384 343.Damit wird der einstweilen ausgesetzte Vorverkauf wieder aufgenommen. Ab wann szenische Vorstellungen in gewohnter Form möglich sein werden, darüber informieren wir zu gegebener Zeit.Für Rückerstattungen durch die Deutsche Oper Berlin gilt: Für bezahlte Eintrittskarten haben die Gäste die Wahl des Umtauschs auf ein anderes Vorstellungsdatum oder in einen Gutschein sowie die Rückerstattung des Kaufpreises. Die Gäste werden gebeten, ein Auszahlungsformular ausgefüllt und zusammen mit ihren Tickets an die Deutsche Oper Berlin – Kartenservice, Richard-Wagner-Straße 10, 10585 Berlin zu senden. Das Formular steht ab jetzt zum Herunterladen auf www.deutscheoperberlin.de bereit und kann des Weiteren per E-Mail oder telefonisch angefordert werden. Besucher der Deutschen Oper Berlin können das Formular alternativ auch zusammen mit einem Scan ihrer Eintrittskarten an info@deutscheoperberlin.de senden. Für Fragen steht der Karten- und Besucherservice unter der Telefonnummer +49 (0)30-343 84 343 zur Verfügung.empfohlen ab 14 Jahren / Familienvorstellung: Familien bieten wir auch in der Saison 17/18 wieder die Möglichkeit des Besuches zu besonders günstigen Konditionen: Karten für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kosten bereits im Vorverkauf einheitlich € 10,–.

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.

„Va, pensiero, sull’ali dorate“ – „Flieg‘, Gedanke, auf goldenen Flügeln“ – als der Chor der Mailänder Scala am 9. März 1842 zum ersten Mal die Zeilen des Hebräerchors im dritten Akt von Giuseppe Verdis neuer Oper NABUCCO intonierte, schrieb er ein Stück Musikgeschichte. Der „Gefangenenchor“ wird noch heute von vielen Italienern für die Nationalhymne ihres Landes gehalten und der junge Komponist wurde zum Hoffnungsträger der Opernszene.

Das Drama um die babylonische Gefangenschaft des Volkes Israel unter König Nebukadnezar ist eine der beliebtesten Opern Verdis und wurde an der Deutschen Oper Berlin zuletzt vor 13 Jahren von Hans Neuenfels kontrovers in Szene gesetzt. Im Verdi-Jahr 2013 stellte mit Keith Warner einer der bekanntesten Regisseure der internationalen Opernszene seine Annäherung an den Stoff vor: Der Brite inszenierte unter anderem LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen und den RING DES NIBELUNGEN an Covent Garden und leitete zuletzt die Oper Kopenhagen. Orientiert an der Entstehungszeit des Stückes, die durch den Umbruch von feudalen Strukturen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft geprägt war, stellt Warner den Gegensatz zweier Völker in den Vordergrund seiner Inszenierung: der Hebräer, deren Kultur durch Schrift und ein demokratisches Bildungsideal geprägt ist, und der militaristischen Babylonier, deren Staatsverständnis auf einem autokratischen Herrschaftssystem beruht.