- ein Jahr vorne sitzen
- Opern und Ballette für 10 €
- Konzerte für 8 €
- alle Vorteile für 15 € im Jahr
... Alles weitere hier

14.04.2018, 19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin


Lady Macbeth von Mzensk
Oper in vier Akten
Libretto von Alexander Preis nach der gleichnamigen Novelle von Nikolai Leskow
Uraufführung am 22. Januar 1934 im Maly Theater in St. Petersburg (damals Leningrad)
Premiere an Den Norske Opera & Ballett in Oslo am 5. September 2014
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 25. Januar 2015
Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Ole Anders Tandberg
Kostüme Maria Geber
Licht Ellen Ruge
Chöre Jeremy Bines
Choreografie Jeanette Langert
Boris Timofejewitsch Ismailow Kurt Rydl
Sinowij Borissowitsch Ismailow Thomas Blondelle
Katerina Ismailowa Evelyn Herlitzius
Aksinja / Zwangsarbeiterin N. N.
Der Schäbige Burkhard Ulrich
Verwalter / Polizist Dean Murphy
Hausknecht / Wächter / Sergeant Noel Bouley
Vorarbeiter Aram Youn
Mühlenarbeiter Sam Roberts-Smith
Kutscher Ya-Chung Huang
Polizeichef Seth Carico
Lehrer / Betrunkener James Kryshak
Alter Zwangsarbeiter Stephen Bronk
Geist des Boris Timofejewitsch Kurt Rydl

3 Stunden / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts (außer zur Premiere)
In Koproduktion mit Den Norske Opera und Ballett, Oslo. Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.

Eine faszinierende Frauengestalt steht im Zentrum von Dmitrij Schostakowitschs Oper LADY MACBETH VON MZENSK: Zwar schreckt die russische Kaufmannsfrau Katerina Ismailowa nicht davor zurück, ihren Mann und ihren Schwiegervater zu ermorden, doch schafft es der Komponist, dass man sie und ihre Taten weniger verurteilt als vielmehr versteht. Katerina sei eine Frau, die um der Liebe willen zu allem fähig sei, beschrieb Schostakowitsch das Wesen seiner Titelheldin und zeigt in seiner Oper die Entwicklung einer Frau, die durch die Härte und Rohheit ihrer Umgebung pervertiert wird.

Als diese zweite Oper Schostakowitschs 1934 uraufgeführt wurde, befand sich der damals erst 26-Jährige auf einem ersten Gipfelpunkt seines kompositorischen Schaffens, der parallel auch durch Werke wie die vierte Sinfonie markiert wird. Das vier Jahre später erfolgte Aufführungsverbot durch Stalin, der sich an musikalischen Kühnheiten, aber wohl auch an der humanistischen Kernaussage des Stücks stieß, bedeutete für die Rezeption der LADY MACBETH VON MZENSK zwar eine Zäsur, konnte den Welterfolg der Oper jedoch letztlich nicht aufhalten.

An der Deutschen Oper Berlin wird Schostakowitschs Werk von einem Regisseur inszeniert, der erstmalig in Deutschland arbeitet. In Skandinavien jedoch gehört der Norweger Ole Anders Tandberg zu den bekanntesten Schauspielregisseuren und hat sich mit Arbeiten wie DIE ZAUBERFLÖTE [Stockholm] und DIE HEIMKEHR DES ODYSSEUS [Oslo] in den letzten Jahren auch zunehmend im Musiktheater profiliert.