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09.02.2018, 19:00 Uhr
Deutsche Oper Berlin


26. Jan 2018
17. Feb 2018
Così fan tutte
Dramma giocoso in zwei Akten, KV 588
Libretto von Lorenzo da Ponte
Uraufführung am 26. Januar 1790 im „alten“ Wiener Burgtheater am Michaelerplatz
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 25. September 2016
Musikalische Leitung Nicholas Milton
Inszenierung, Bühne Robert Borgmann
Kostüme Michael Sontag
Chöre Jeremy Bines
Fiordiligi Federica Lombardi
Dorabella Annika Schlicht
Guglielmo Thomas Lehman
Ferrando Matthew Newlin
Don Alfonso Pietro Spagnoli

3 Stunden 30 Minuten / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.

„La scuola degli amanti“ – „Die Schule der Liebenden“ lautet der Untertitel der dritten und letzten Zusammenarbeit von Mozart und Lorenzo da Ponte. Und tatsächlich lernen die vier Figuren, die im Verlaufe von COSI FAN TUTTE diese Schule durchlaufen, eine ganze Menge: über das Leben, über die Liebe und vor allem über sich selbst. Begegnet man zu Beginn noch vier jungen Menschen, die felsenfest auf die moralischen Überzeugungen und vorgezeichneten Karrierepläne vertrauen, die ihnen von Kind auf eingetrichtert wurden, so wird dieses Fundament im Verlauf der Oper immer stärker in Frage gestellt. Und am Ende stehen Ferrando und Guglielmo, Fiordiligi und Dorabella vor der Erkenntnis, dass sie mit der Ungewissheit über die eigenen Gefühle wie über die der anderen leben müssen. Eine Ungewissheit, ohne deren Akzeptanz jedoch Verständnis und Liebe nicht möglich sind.

Dieser Reifeprozess ist auch für Robert Borgmann das zentrale Thema von COSI FAN TUTTE. Für den Leipziger, der zu den interessantesten Sprechtheater-Regisseuren seiner Generation zählt und nun seine erste Oper inszeniert, ist Mozarts Stück eine durchaus ernste Oper über das Erwachsenwerden – ein Stück über die Ängste, die mit dem Wahrnehmen der eigenen körperlichen und psychischen Veränderungen verbunden sind, ein Stück auch über die Abgründe, die in jedem von uns verborgen sind und in die die vier im Laufe der Oper zum ersten Mal im Leben blicken.