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09.12.2017, 18:00 Uhr
Deutsche Oper Berlin


26. | 30. Nov 2017
03. | 16. Dez 2017
04. | 07. Jan 2018
Le Prophète
Grand Opéra in fünf Akten
Libretto von Eugène Scribe und Émile Deschamps.
Uraufführung am 16. April 1849 in der Pariser Oper
Premiere in der revidierten Fassung der historisch-kritischen Edition an der Deutschen Oper Berlin am 26. November 2017
Musikalische Leitung Enrique Mazzola
Inszenierung Olivier Py
Bühne, Kostüme Pierre-André Weitz
Chöre Jeremy Bines
Dramaturgie Jörg Königsdorf
Jean de Leyde Gregory Kunde
Zacharie Derek Welton
Mathisen Noel Bouley
Graf Oberthal Seth Carico
1. Bäuerin Sandra Hamaoui
2. Bäuerin Davia Bouley
1. Bauer / 1. Wiedertäufer / 1. Bürger / Soldat Ya-Chung Huang
2. Bauer / 2. Wiedertäufer Taras Berezhansky
2. Bürger / Offizier Jörg Schörner
3. Bürger Dean Murphy
4. Bürger Byung Gil Kim

ca. 4 Stunden 30 Minuten / Zwei Pausen

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.Präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, taz.die tageszeitung, tip Berlin und WALL

Nach dem Welterfolg der HUGENOTTEN wandte sich Giacomo Meyerbeer auch bei seiner nächsten Grand Opéra dem Jahrhundert der Reformation zu: LE PROPHETE erzählt Entstehung und Untergang des Regimes, das die protestantische Sekte der Wiedertäufer 1535 im westfälischen Münster errichtete. Durch die Willkürherrschaft der katholischen Obrigkeit wird der Gastwirt Jean de Leyde dazu gebracht, sich an die Spitze dieser fundamentalistischen Gruppierung zu stellen. Bald jedoch muss er erkennen, dass die Revolutionäre ebenso korrupt sind wie die alten Machthaber. Schon bei der Uraufführung wurde LE PROPHETE jedoch auch als Kommentar zur Revolution von 1848 begriffen – und tatsächlich erscheint diese Geschichte über die Instrumentalisierung von Religion zur Errichtung eines „Gottesstaates“ heute genauso aktuell wie zu Lebzeiten Meyerbeers. Zugleich ist LE PROPHETE aber auch die psychologisch packende Geschichte einer Mutter-Sohn-Beziehung: Im Zentrum der Oper steht nicht Jeans Liebe zu seiner Verlobten Berthe, sondern die Auseinandersetzung mit seiner Mutter Fidés.

Für diese Produktion konnte mit Olivier Py einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart gewonnen werden. Py, seit 2013 Leiter des Festivals von Avignon, gehört zu den wenigen Regisseuren, die international sowohl im Schauspiel wie in der Oper erfolgreich sind. Seine Produktion von Meyerbeers DIE HUGENOTTEN am Théatre La Monnaie Brüssel wurde 2011 von der Opernwelt zur Aufführung des Jahres gewählt.