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14.05.2017, 19:00 Uhr
Komische Oper Berlin
Repertoire
Die Zauberflöte
Große Oper in zwei Aufzügen [1791]
Libretto von Emanuel Schikaneder
Musikalische Leitung Hendrik Vestmann
Inszenierung Suzanne Andrade,Barrie Kosky
Animationen Paul Barritt
Konzeption »1927« (Suzanne Andrade und Paul Barritt) und Barrie Kosky
Bühnenbild, Kostüme Esther Bialas
Dramaturgie Ulrich Lenz
Chöre David Cavelius
Licht Diego Leetz
Pamina Adela Zaharia
Tamino Tansel Akzeybek
Königin der Nacht Aleksandra Olczyk
Sarastro / Sprecher Bogdan Taloş
Papageno Tom Erik Lie
Papagena Talya Lieberman
Monostatos Peter Renz
Erste Dame Mirka Wagner
Zweite Dame Karolina Gumos
Dritte Dame Caren van Oijen
Erster geharnischter Mann Johannes Dunz
Zweiter geharnischter Mann Philipp Meierhöfer
Drei Knaben Solisten des Tölzer Knabenchores

Dauer: 2 Stunden, 45 Minuten (eine Pause)
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer

Die Zauberflöte der Komischen Oper Berlin mit ihrer Mischung aus Filmanimation und live agierenden Sängern hat Furore gemacht, und das nicht nur in Berlin: Auch in Los Angeles, Minneapolis, beim Edinburgh Festival, im Reich der Mitte (Shanghai, Xiamen und Guangzhou) und zuletzt in Warschau sorgte sie für euphorische Begeisterung bei Publikum und Presse. Die meistgespielte deutsche Oper in einer nach wie vor verblüffenden Umsetzung.

»Zu Hilfe, zu Hilfe, sonst bin ich verloren!« – Die Rettung Taminos vor der bedrohlichen Riesenschlange in allerletzter Sekunde ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise in unbekannte Reiche auf der Suche nach der Liebe. Diese Liebe materialisiert sich für Tamino zunächst nur in einem Bild: dem Bild Paminas. Ist diese Liebe real? Oder muss sie es erst werden? – Auch Papageno,Taminos frecher Begleiter, folgt dem (Traum-)Bild einer liebenden Partnerin an seiner Seite, die nach Möglichkeit ganz genauso sein soll wie er. Ist Papagena Realität oder bleibt sie letztlich nur ein Traum? – Wie ins Monströse gesteigerte, fast einem Albtraum entsprungene Mutter- und Vaterfiguren kämpfen die Königin der Nacht und Sarastro um den Einfluss auf Tamino und Pamina. Ist die Königin liebende Mutter oder rachsüchtige Widersacherin? Ist Sarastro ein selbstsüchtiger Despot oder ein väterlich besorgter Herrscher?
Die Zauberflöte scheint mehr Fragen und Rätsel aufzuwerfen, als Antworten zu geben. Am Ende versagen alle Logik und aller Verstand vor der unermesslichen Fantasie dieser Zauberoper. Ihr Geheimnis liegt in tieferen Schichten menschlicher Grunderfahrungen, für die eben das Märchen die angemessene Ausdrucksform zu sein scheint und nur die Musik die passende Sprache findet. Nicht umsonst ist der »Titelheld« der Oper ein Instrument, oder eben schlichtweg: die Musik.

In ihrer Inszenierung finden die britische Theatertruppe »1927« und Barrie Kosky starke, eindrückliche Bilder für Personen und Situationen dieser meistgespielten und doch so rätselhaften Oper – und verlieren trotz aller Tiefsinnigkeit niemals den (typisch britischen) augenzwinkernden Humor. Rauchschwaden, die sich zu Bildern formen – Elefanten, die in Cocktailgläsern plantschen  – fliegende Flöten, tanzende Glöckchen … nichts ist unmöglich in dieser einzigartigen Mischung aus deutschem Expressionismus und britischem Humor, aus Kabarett der Weimarer Republik und Music-Hall, aus Animation und Live-Performance.  

Im Repertoire seit 25. November 2012