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14.06.2017, 20:00 Uhr
Philharmonie Berlin - Großer Saal
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jakub HrŮŠa
Jakub HrŮŠa
Jean-Yves Thibaudet, Klavier
18.45 Uhr, Südfoyer
Einführung von Steffen Georgi
Jé!
Auf Spanisch würde man ¡Olé! sagen. Und auf Ungarisch? Edles, folkloristisch gespeistes Feuer, kontrollierte Ekstase im besten Sinn erwartet den Musikfreund an diesem ungarischen Abend mit Werken von Liszt sowie von Kodály und Bartók, den beiden befreundeten Erneuerern der ungarischen Musik im 20. Jahrhundert. Während Bartóks Konzert für Orchester aus dem Jahre 1943 längst ein Vorzeigewerk für exzellente Spielkultur aller guten Sinfonieorchester der Welt geworden ist, darf Kodálys drei Jahre älterer Beitrag zur nämlichen Gattung immer noch als Rarität gelten.
Ein Solist par excellence, neben Niccolň Paganini der Virtuose des 19. Jahrhunderts schlechthin war Franz Liszt. Aber gerade die beiden Klavierkonzerte – am zweiten arbeitete Liszt fast 30 Jahre lang – versuchen schier das Gegenteil von dem, was Kodály und Bartók später taten. Liszts Klaviersatz ist so dicht wie möglich in das Orchester hineingeflochten, so dass das Wetteifern oft in einem gemeinsamen Erzählen aufgeht. Denn musikalisch zu erzählen, das ist das Markenzeichen des Komponisten Liszt, der als Herausbilder der Sinfonischen Dichtung gilt. Jean-Yves Thibaudet, der große französische Pianist, der schon oft beim RSB zu Gast war, ragt aus der langen Reihe der gegenwärtigen Liszt-Pianisten als einer der würdigsten heraus.