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25.03.2017, 20:00 Uhr
Konzerthaus Berlin - Großer Saal
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin - RIAS Kammerchor
Vladimir Jurowski
Vladimir Jurowski
Christina Landshamer, Sopran
Christianne Stotijn, Alt
Ben Johnson, Tenor
Franz-Josef Selig, Bass
Justin Doyle Choreinstudierung
Wolfgang Amadeus Mozart Maurerische Trauermusik c-Moll KV 477
Arvo Pärt Sinfonie Nr. 4 ("Los Angeles") für Streichorchester, Harfe, Pauken und Schlagzeug
Wolfgang Amadeus Mozart Requiem d-Moll KV 626 (nach der Fassung von Franz Xaver Süßmayr neu instrumentiert von Franz Beyer)
„… Dem Süßmayr (in) meinen Namen ein paar tüchtige Ohrfeigen, auch lasse ich die Sophie Haibl / welche 1000mal küsse / bitten, ihm ein paar zu geben – lasst ihm nur um göttes willen keinen Mangel leiden! ich möchte um alles in der Welt heut oder morgen von ihm den vorwurf nicht haben als hättet ihr ihn nicht gehörig bedienet und verpfleget – gebt ihm lieber mehr schläge als zu wenig – gut wär es, wenn ihr ihm einen krebsen an die Nase zwiktet, ein Auge ausschlüget, oder sonst eine sichtbare Wunde verursachtet, damit der kerl nicht einmal das, was er von euch empfangen, abläugnen kann …“
Wolfgang Amadeus Mozart

Die Schönheit ist unsterblich
„Die Sinfonie ist über alle Maßen schön.“ Ein verblüffendes Urteil über eine Sinfonie, komponiert im Jahre 2008. Die Los Angeles Times druckte es ab und meinte damit die soeben uraufgeführte Sinfonie Nr. 4 von Arvo Pärt. In der Tat eignet dem Werk eine ergreifende Helligkeit und Durchsichtigkeit, die es einer Zuordnung zu neuer oder zu alter Musik enthebt. Die Schönheit dieser Musik wurzelt in der unmittelbaren Gegenwart und steht zugleich außerhalb der Zeit.
Was auch immer hinter Mozarts wütenden Prügelflüchen steckte, die er seiner Frau Konstanze am 7. Oktober 1791 nach Baden übermittelte – für die Fertigstellung seines unvollendeten Requiems konnte er sich niemanden besser vorstellen als seinen Schüler Franz Xaver Süßmayr. Da aber Süßmayr kein Mozart war, sind die kritischen Stimmen gegen Süßmayrs Zuendekomponieren bis heute nicht verstummt. Mittlerweile existieren etwa 20 Neufassungen von Mozarts Requiem aus verschiedensten Blickwinkeln. Vladimir Jurowski hat sich (u. a. nach Nikolaus Harnoncourt, Leonard Bernstein und Neville Marriner) für die Fassung von Franz Beyer (1971, 1979 revidiert) entschieden. Beyer veränderte die Instrumentation, ließ aber Süßmayrs Gesamtarchitektur unangetastet.