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19.05.2017, 19:30 Uhr
Komische Oper Berlin
Repertoire

Die Krönung der Poppea
Opera musicale in einem Prolog und drei Akten [1642 oder 1643/2012]
Libretto von Giovanni Francesco Busenello
Deutsche Textfassung von Susanne Felicitas Wolf

Auftragswerk der Komischen Oper Berlin
Musikalische Leitung Matthew Toogood
Inszenierung Barrie Kosky
Bühnenbild, Kostüme Katrin Lea Tag
Kostüme Katharina Tasch
Dramaturgie UIrich Lenz
Chöre André Kellinghaus
Licht Alexander Koppelmann
Poppea Alma Sadé
Nero Dominik Köninger
Octavia Karolina Gumos
Otho Maria Fiselier
Drusilla Julia Giebel
Seneca Jens Larsen
Valletto Tansel Akzeybek
Damigella / Das Schicksal Talya Lieberman
Arnalta Thomas Michael Allen
Amme Tom Erik Lie
Amor Peter Renz
Die Tugend Katarzyna Włodarczyk
Liberto Yury Rostotsky

Dauer: 3 Stunden, 45 Minuten (eine Pause)
Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer

Der letzte Teil der legendären Monteverdi-Trilogie , mit der Barrie Kosky 2012 seine Intendanz eröffnete, in neuer Besetzung – mit Dominik Köninger und Alma Sadé als in gefährlicher Leidenschaft füreinander entbranntes Liebespaar – und in einer von Komponistin Elena Kats-Chernin vollkommen neu überarbeiteten Instrumentation, die mehr als zuvor mit außergewöhnlichen Klangkombinationen überrascht.
In Monteverdis Polit-Thriller voll von Erotik, Mord und Intrige ist es ausgerechnet die amour fou der beiden Hauptpersonen, die das Gleichgewicht der politischen Mächte zu gefährden droht. So wird der Kampf der anderen ums pure Überleben unweigerlich zum Kampf gegen die Liebe zwischen Nero und Poppea, so wie auch Poppeas Kampf für ihre Liebe letztlich ein Kampf um ihr eigenes Überleben ist. Die Unschuld arkadischer Liebe ist längst verloren und pervertiert. Monteverdi findet die unterschiedlichsten Töne für die verschiedenen Charaktere in diesem Mächtepoker, niemals jedoch wertet oder verurteilt seine Musik. So zählt das traumhaft schwebende Duett zwischen Nero und Poppea am Ende der Oper ohne Einschränkung zu den innigsten Liebesduetten der gesamten Operngeschichte.

Im Repertoire seit 16. September 2012