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03.12.2016, 19:30 Uhr
Komische Oper Berlin
Premiere
Die Perlen der Cleopatra
Operette in zwei Akten [1923]
Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald
Musikalische Leitung Adam Benzwi
Inszenierung Barrie Kosky
Choreographie Otto Pichler
Bühnenbild Rufus Didwiszus
Kostüme Victoria Behr
Dramaturgie Simon Berger
Chöre David Cavelius
Licht Diego Leetz
Cleopatra Dagmar Manzel
Beladonis Johannes Dunz
Silvius Dominik Köninger
Pampylos Dominique Horwitz
Charmian Talya Lieberman
Marcus Antonius/Kophra Peter Renz
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Lindenquintett Berlin
Tanzensemble Meri Ahmaniemi (Swing), Martina Borroni, Marika Gangemi, Claudia Greco, Luisa Mancarella, Hannah MacDonagh, Eleonora Talamini, Zoltan Fekete, Paul Gerritsen, Thomas Höfner, Michael-John Harper, Hunter Jacques, Christoph Jonas, Silvano Marraffa (Dance

Dauer: 2 Stunden, 40 Minuten (eine Pause)

Kostenlose Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer (ausgenommen Premieren und Silvestervorstellungen)

Dagmar Manzel und Dominique Horwitz entführen ins Alte Ägypten, in dem es gewaltig berlinert! Nach Ball im Savoy und Eine Frau, die weiß, was sie will! zaubern Dirigent Adam Benzwi und Chefregisseur Barrie Kosky einen weiteren absurd-turbulenten Theaterspaß auf die Bühne der Komischen Oper Berlin.

Der Nil trocknet aus, in der Ferne drohen römische Heere und obendrein kündigt sich ein Aufstand in den eigenen Reihen an: Cleopatra hat alle Hände voll zu tun und ist noch dazu schlecht gelaunt. Dabei wünscht das schöne Staatsoberhaupt doch nur einen »kleinen ägyptischen Flirt«! So macht sie statt des persischen Prinzen Beladonis mit seiner »kleinen Liebesflöte« prompt den römischen Gesandten Silvius zu ihrem gefügigen Liebhaber. Ob internationale oder intime Beziehungen – die schönste Königin der Welt herrscht eben uneingeschränkt über alle Männer. Das Geheimnis ihrer Macht? Das sind die Perlen der Cleopatra …

Mit scharfem Witz und frechen Doppeldeutigkeiten haben Julius Brammer und Alfred Grünwald ihr Libretto für den auch in Berlin erfolgreichen Wiener Oscar Straus gespickt. Im Gewand heiter-frivoler Unterhaltung, mit Musik zwischen Cabaret, Jazz, Spätromantik und einem Schuss Wiener Walzerseligkeit sind Die Perlen der Cleopatra eine pointenreiche Satire auf bürgerlichen Konservativismus und ein hellsichtiger Kommentar zum bereits heraufziehenden politischen Unheil der 1930er Jahre. Über achtzig Jahre nach seiner sensationellen Uraufführung mit der Berliner Theaterlegende Fritzi Massary in der Titelpartie kehrt das Werk mit Dagmar Manzel als Cleopatra und Dominique Horwitz als ihrem diensteifrigen Minister Pampylus auf die Bühne der Komischen Oper Berlin zurück. Die Pyramiden von Gizeh direkt an der Spree!