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07.05.2017, 18:00 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Premiere


11. | 16. | 20. Mai 2017
04. | 10. Jun 2017
Der fliegende Holländer
Romantische Oper in drei Aufzügen
Musik und Dichtung von Richard Wagner
Uraufführung am 2. Januar 1843 in Dresden
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 7. Mai 2017

ca. 2 Stunden 30 Minuten / Keine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts
Präsentiert von taz.die tageszeitung, kulturradio vom rbb und Wall AG

Der Holländer ist ein Verfluchter, ein Getriebener, ein Außenseiter. Die Figur dieses Heimatlosen lernte Richard Wagner bei Heinrich Heine kennen, der den romantischen Stoff jedoch mit der ihm typischen Ironie erzählte. Wagner hingegen interessierte sich nicht für Heines Rahmenhandlung, die den Holländer-Stoff in Distanz rückte. Wagner versenkte sich in die Geschichte des mysteriösen Seefahrers und schuf seine erste Oper über die Suche des Mannes nach der ihn erlösenden Frau. Holländer, der rastlose Wanderer zwischen Leben und Tod, trifft auf eine Frau – Senta –, die ebenfalls fremd und heimatlos scheint und sich nach einer männlichen Figur sehnt, die sie aus ihren eigenen Fantasien geboren hat: den Holländer. Es ist eine Welt der Traumbilder und des Fantastischen, der Obsessionen und der Projektionen – eine Welt, die längst den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat. Dies trifft vor allem den Jäger Erik, der als der vielleicht einzig wahre und real Liebende erscheint. Doch er erreicht die anderen, die sich in ihren Träumen auflösen, nicht mehr. Wagners Oper, 1841 entstanden und 1843 in Dresden uraufgeführt, ist nach dem vorangehenden RIENZI, der stilistisch der Grand Opéra folgte, eine Hinwendung zur Tradition der deutschen romantischen Oper von Weber oder Marschner. Trotz dieser Orientierung am Zeitgeist weist das Werk auf Wagners weitere Entwicklung als Musikdramatiker voraus. Und erstmals steht im Zentrum Wagners Lebensthema der Erlösung durch Liebe im Tod.

Der Regisseur und Choreograf Christian Spuck, der an der Deutschen Oper Berlin bereits 2014 mit seiner Inszenierung von Hector Berlioz’ FAUSTS VERDAMMNIS begeisterte, arbeitet nun zum zweiten Mal an der Deutschen Oper Berlin, wiederum im Team mit Generalmusikdirektor Donald Runnicles.